Wagen 16

In den Jahren 1902 oder 1907 (je nach Quelle) beschaffte die Kerkerbachbahn große 4 achsige Güterwagen von Carl Weyer Düsseldorfer Eisenbahnbedarf. Jeweils Einer davon lief bei allen Zügen neben den Personen- Wagen als Gepäck- Wagen mit. Teils hatten sie mittig neben der Schiebetür einen Kanonen- Ofen um auch Frost empfindliche Güter transportieren zu können.

Wagen 16, hier in KerkerbachEr wog 9750 kg und konnte 10t Ladung aufnehmen

Die Wagen hatten eine Länge von 10,06 m.  Auf einer Seite gab es eine Bremser- Bühne mit Zugang zum Laderaum

In die kleine Meterspur- Bahn zwischen der Lahn und dem Westerwald hatte man große Erwartungen gesetzt, die nicht, oder nur zum Teil erfüllt wurden. Sie wurde in eine unruhige Zeit hineingebaut.

Der 1. Weltkrieg, die Inflation 1923, die Rhein-Ruhrbesetzung der Franzosen, die hohen Reichsbahn-Frachttarife, der 2 Weltkrieg, der aufkommende Güter-Straßenverkehr......... viele Faktoren standen gegen eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Mehr als einmal stand die kleine Bahn fast vor den Aus. Trotzdem hat sie fast 90 Jahre die Landschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und die Menschen am Kerkerbachtal begleitet und geprägt.

Hier soll an Sie erinnert werden, damit sie weiterlebt. Auf den Festplatten der Rechner, in den Köpfen und den Herzen der Menschen.