Der Kran 1

Der Dampfkran 1 wurde unter der Fabriknummer 87 von den Ardelt Werken Berlin im Jahre 1924  für die Kerkerbachbahn gebaut. 

Er war regelspurig für die Spurweite 1435mm ausgeführt. Er hatte 2 Achsen mit einem Radstand von 2 Metern.  Das Schutzhaus war, über den Schornstein, 4,72 Meter hoch (ab SO.) Der maximaler Kesseldruck betrug 8 bar. Er war selbstfahrend mit 6,5 Km/h Höchstgeschwindigkeit. Er konnte 2000kg bei 9,0 Meter Ausladung oder 6000kg bei 4,75 Meter Ausladung heben. Hubhöhe  war maximal 5,8 Meter unter Greifer.

 

Für ihre 2 Kräne hielt die Kerkerbachbahn immer 3 Dampfkessel vor. Bei Reperaturen oder größeren Schäden blieb so die Standzeit des Krans kurz. 

Kran 1 trug im Laufe seiner Dienstzeit verschiedene Kessel.

Der erste erwähnte Kessel Nr: 510 soll am 30.07.1924 eingebaut worden sein und von den Ardeltwerken stammen 

Er erhielt am 20.10 1930 einen Dampfkessel der Fa. Phillip Loos Offenbach mit der Fabrik Nummer 5370 Baujahr 1924

Später wurde er durch den Kessel Fab.Nr: 6413  Baujahr 1930 ebenfalls Fa. Loos ersetzt.  

Am 04.06.1956 wurde Kessel 6413 zu Instandsetztung ausgebaut und durch den Reserve-Kessel 520 ersetzt.

Dieser Kessel 520 war ursprünglich in dem Kran 2 eingebaut.

 

Kessel Nr:5370 wurde am 25.04.1963 verschrottet.

Kessel Nr:6413 wurde am 15.10.1960 verschrottet

 

Zusammen mit Kran 2 wurde er überwiegend im Hafen Dehrn eingesetzt,  aber auch zum Gleisbau, oder andere Verladearbeiten im Bf Kerkerbach oder Bf Dehrn  herangezogen.

 

Der Kran 1 wurde 1962  verschrottet.

 

 

 

Hier Kran 1 beim Umladen eines Marmorblocks im Jahre 1927
Hier Kran 1 beim Umladen eines Marmorblocks im Jahre 1927

Das Kesselbuch Nr 5370 des Dampfkran 1 1930 bis 1956

In die kleine Bahn zwischen der Lahn und dem Westerwald hatte man große Erwartungen gesetzt, die nicht, oder nur zum Teil erfüllt wurden. Sie wurde in eine unruhige Zeit hineingebaut.

Der 1. Weltkrieg, die Inflation, die Rhein-Ruhrbesetzung der Franzosen, die hohen Reichsbahn-Frachttarife, der 2 Weltkrieg,der aufkommende Güter-Straßenverkehr......... viele Faktoren standen gegen eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Mehr als einmal stand die kleine Bahn fast vor den Aus. Trotzdem hat sie fast 90 Jahre die Landschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und die Menschen am Kerkerbachtal begleitet und geprägt.

Hier soll an Sie erinnert werden, damit sie weiterlebt. Auf den Festplatten der Rechner, in den Köpfen und den Herzen der Menschen.