Bahnhof Dehrn Km 0,0

 

Der Streckenabschnitt Kerkerbach nach Dehrn wurde am 01.05.1886 als Erster in Betrieb genommen. Zunächst gab es nur Güterverkehr. Mit Eröffnung der Gesammtstrecke bis Heckholzhausen am 10.01.1888, wurde dann auch der Personenverkehr zum 01.07.1888 aufgenommen. 1929 wurde der Personenverkehr wieder eingestellt, der Güterverkehr war zeitweise erheblich. Die Fa Egenolf, Fa Leifeit, Ziegelbrennerei Lüngen, Heizöl Stahl, Landhandel Burggraf, aber auch die Landwirtschaft der Umgebung (Zuckerrüben) sorgten für Umsatz.  Bis zum Jahre 2000 wurde der Verkehr aber immer geringer und von der Deutschen Bahn  dann ganz eingestellt.

Heute sind Bahnhof und Gleisanlagen abgerissen.

 

 

1954 sah der Bahnhof Dehrn noch so aus.  1960 war der alte Bahnhof abgerissen und ein neues zeitgemäßes Gebäude wurde errichtet. Es stand gleich rechts neben dem alten Bahnhof.

Neue Mähdrescher für Fa. Egenolf
Neue Mähdrescher für Fa. Egenolf

Die Fa Egenolf Dehrn hatte in den 70 u. 80er Jahren die Hauptvertretung für Massey Ferguson Landmaschinen für Deutschland. Die Kerkerbachbahn und die spätere Bundesbahn brachten manchmal lange Züge mit Traktoren und Mähdreschern des französisch- kanadischen Konzerns aus Frankreich mach Dehrn. Von hier gingen sie per Lkw oder wieder mit der Bahn nach Zielen in ganz Deutschland.

1965 Bauarbeiten  im Anschluß Ferguson
1965 Bauarbeiten im Anschluß Ferguson

Nachdem die Fa. Egenolf für die Fa. Massey Ferguson eine neue Halle gebaut hatte wurde selbstverständlich auch von der Kerkerbachbahn ein Gleisanschluss gebaut. Man bemühte sich noch intensiv um jeden Kunden den man mit Güterwagen bedienen konnte. Diese Kundennähe konnte man der Bundesbahn später nicht immer nachsagen.

Erdarbeiten mit  Aufsicht des Bahnmeisters Noll.

Blick von der Rampe zum Anschluß Massey Ferguson
Blick von der Rampe zum Anschluß Massey Ferguson

Nun ist der Anschluss Massey Ferguson fertig und die Landmaschienen werden direkt an der Halle ausgeladen.

Hier noch eine Bilderfolge mit allen Bildern

In die kleine Bahn zwischen der Lahn und dem Westerwald hatte man große Erwartungen gesetzt, die nicht, oder nur zum Teil erfüllt wurden. Sie wurde in eine unruhige Zeit hineingebaut.

Der 1. Weltkrieg, die Inflation, die Rhein-Ruhrbesetzung der Franzosen, die hohen Reichsbahn-Frachttarife, der 2 Weltkrieg,der aufkommende Güter-Straßenverkehr......... viele Faktoren standen gegen eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Mehr als einmal stand die kleine Bahn fast vor den Aus. Trotzdem hat sie fast 90 Jahre die Landschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und die Menschen am Kerkerbachtal begleitet und geprägt.

Hier soll an Sie erinnert werden, damit sie weiterlebt. Auf den Festplatten der Rechner, in den Köpfen und den Herzen der Menschen.