Anschlüsse der Fa. Dyckerhoff u.Neumann,Villmar Km 12,98 u.13,35

Das Gelände des ehemaligen Steinbruchs und des Gleisanschlusses gehören heute Herr Ragnar Feickert. Er hat das Steinbruchgelände in vorbildlicher Weise gesichert und den alten Gleisanschluss wiederhergestellt. Die alte Mauer der Laderampe wurde wiederaufgebaut und mit Gleisrosten, welche die Brohltalbahn zur Verfügung gestellt hat, auch ein Stück des Anschlussgleises wiederangelegt.

In Planung ist noch die Aufstellung eines Flachwagen, welcher mit einem Marmorblock beladen wird. 

Eine großartige Erinnerung  an die Kerkerbachbahn und an die Marmor- Industrie, welche in  unserer Heimat früher einige Bedeutung hatte.

Für mich ein hier unerwartetes aber überwältitgendes Gefühl, dass es noch mehr Menschen gibt, die mit großem Einsatz und auch finanziellen Aufwand Erinnerungen schaffen.

Erinnerungen, an eine lange vergangene Zeit, an dem Marmor und an die Kerkerbachbahn.                                                                                                       Danke

In dem Anschluss der Fa Dyckehoff u. Neumann in Km 13,35 ereignete sich in den 30er Jahren dieser Unfall. Näheres siehe unter "Unfälle auf der Kerkerbachbahn"

Foto: Sammlung Strobel

Anschluss der Fa. Dyckerhoff u. Neumann,Villmar Km 12,98

 Foto: A. Becker   Schupbach     

Der Gleisanschluss lag in Km 12,98,  an einem Steilhang, der als Stein- Rutsche diente. Mit Seilen und auf Baumstämmen als Rollen, wurden die Steine vorsichtig herabgelassen.  Am Ende der Rutsche gab es eine Kopframpe, über die die Steine direkt auf die Flachwagen der KB rollten.  

 

Im Jahre 2001 räuberte ein Turm und Geschichtsverein die noch vorhandenen originalen Gleise des Anschlusses, um Diese für das Denkmal der falschen Lok in Hintermeilingen zu verwenden. Aus heutiger Sicht u. insbesondere meiner Sicht, ein absoluter Frevel !!! 

 

Elmar J. Schmidt v. Christianshütte  reparierte im Jahre 2019 das Mauerwerk der Kopframpe am Ende der Steinrutsche . Lob und Dank , Ihm!!!

Wenn der Wagen 19 als Denkmal in Dehrn endlich steht, werden wir sehen, was mit den übrigen Schienen zu machen ist.                                

Vorschrift zur Anschlussbedienung

In die kleine Meterspur- Bahn zwischen der Lahn und dem Westerwald hatte man große Erwartungen gesetzt, die nicht, oder nur zum Teil erfüllt wurden. Sie wurde in eine unruhige Zeit hineingebaut.

Der 1. Weltkrieg, die Inflation 1923, die Rhein-Ruhrbesetzung der Franzosen, die hohen Reichsbahn-Frachttarife, der 2 Weltkrieg, der aufkommende Güter-Straßenverkehr......... viele Faktoren standen gegen eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Mehr als einmal stand die kleine Bahn fast vor den Aus. Trotzdem hat sie fast 90 Jahre die Landschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und die Menschen am Kerkerbachtal begleitet und geprägt.

Hier soll an Sie erinnert werden, damit sie weiterlebt. Auf den Festplatten der Rechner, in den Köpfen und den Herzen der Menschen.